Showdown über der Alb: Die Diana 4 fliegt ihr erstes Rennen

Wenn du diese Woche zufällig über der Schwäbischen Alb unterwegs bist, schau zweimal hin: Am Farrenberg bei Mössingen läuft gerade der einzige Deutschland-Stopp des FAI Sailplane Grand Prix – und mittendrin, zum allerersten Mal im Renneinsatz: gleich zwei Diana 4.

Ja, richtig gelesen. Das Flugzeug, auf das die Szene seit Jahren wartet, gibt sein Wettbewerbsdebüt. Nicht irgendwo, sondern vor den Augen der Weltelite.

Ein Rennen wie in der Formel 1

Das Grand-Prix-Format ist Segelfliegen in seiner ehrlichsten Form: Alle 20 Piloten starten gleichzeitig, geflogen wird Kopf an Kopf, wer zuerst über die Ziellinie kommt, gewinnt. Kein Punkterechnen im Hinterzimmer, keine Taktik-Exceltabellen. Ein Start, ein Ziel, ein Sieger.

Vom 9. bis 15. August holt der FSV Tübingen dafür 20 der besten Rennpiloten aus über zehn Nationen an den Hang – Serie 13, Rennen 4, einziger Deutschland-Stopp. Und du kannst live dabei sein: Beim offiziellen Live-Tracking verfolgst du jede Wende in Echtzeit.

Zwei Dianas gegen den Rest der Welt

In der Startaufstellung stehen Arkadiusz Downar (Polen, Kennzeichen „K2”) und Björn Gintzel (Deutschland, „M”) – beide auf der Diana 4. Gegen sie: alles, was der Markt derzeit als Maßstab kennt. JS3, Ventus 3, AS 33.

Und als wäre das nicht genug, fliegt auch noch Stefan Langer mit – Weltranglisten-Erster, frisch gebackener 18m-Weltmeister, auf AS33 Me. Eine härtere Messlatte gibt es auf diesem Planeten nicht.

Warum das Debüt mehr ist als ein Marketingtermin? Weil die Diana 4 ein Konzept beweisen muss: 18 Meter Spannweite, eine Gleitzahl von rund 1:56 – und ein elektrisches Eigenstartsystem, das komplett im Flügel verschwindet. Kein Klapptriebwerk, das den Rumpf aufreißt. Die Aerodynamik stammt von Dr. Krzysztof Kubryński, dem Mann hinter dem legendären Diana-2-Flügel, mit dem Sebastian Kawa seine Weltmeistertitel einflog. Diese Woche zeigt sich unter Rennbedingungen, was das wert ist.

Hangar-Wissen: 3 Fakten zum Farrenberg-Debüt

  • Die Diana 4 steigt rein elektrisch auf bis zu 2.700 Meter – Schleppmaschine? Braucht sie nicht.

  • Der Farrenberg ist ein Bergflugplatz mit Hangkante – die Startaufstellung auf dem Hügel ist eines der fotogensten Spektakel der Szene.

  • Die SGP-Organisation hat eigene Berichterstattung über die beiden Diana-Piloten angekündigt – die Konkurrenz schaut ganz genau hin.

Avionics Sommer – vom Sponsor-Banner auf die Startlinie

Für Avionic schließt sich am Farrenberg ein Kreis. Im Mai trug die Manufaktur aus dem polnischen Aviation Valley die 40. FAI-Segelflug-Weltmeisterschaft in Rudniki als Titelsponsor mit – offiziell lief die WM als „40th FAI World Gliding Championships in association with Avionic”. Das 18m-Gold holte sich dort übrigens: Stefan Langer.

Drei Monate später steht Avionic nicht mehr nur auf den Bannern, sondern selbst auf der Startlinie – als Sponsor des Grand Prix am Farrenberg und mit zwei eigenen Flugzeugen im Feld. Wer wissen will, wie ernst es die Carbon-Flüsterer mit der Rückkehr an die Weltspitze meinen: Die Antwort fliegt diese Woche über der Alb.

Dass Avionic bauen kann, ist dabei keine Neuigkeit: Seit über 25 Jahren fertigt das Unternehmen Composite-Strukturen, unter anderem seit zwei Jahrzehnten für die Extra 300 – und produziert seit 2016 die Diana 2, jenes Flugzeug, mit dem Sebastian Kawa Weltmeistertitel in Serie flog.

Du willst die Diana 4 nicht nur im Livestream sehen?

Dann haben wir gute Nachrichten – gleich zwei:

Save the Date: 1. November 2026. Auf dem Deutschen Segelfliegertag in Hagen stellen wir die Diana 4 aus – live, zum Anfassen, mit dem Avionic-Team an unserem Stand. Das erste Mal, dass du den neuen Eigenstarter in Deutschland aus der Nähe erleben kannst.

Und wenn du nicht bis November warten willst: Komm nach Borkenberge. Als Händlervertretung für den deutschsprachigen Raum beraten wir dich zu Diana 2 und Diana 4, technischen Daten, Lieferzeiten und Probeflug-Möglichkeiten.

Fragen? Schreib uns: ks@fliegerass.aero

Du willst tiefer einsteigen, warum die Diana-Reihe fliegt, wie sie fliegt? Dann lies unsere Story „Die Carbon-Flüsterer: Wie die Diana im Aviation Valley zur Legende gereift ist”.

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